Li-Batterien im Härtetest
Sichere Sicherheitsprüfungen
Lithium-Ionen-Batterien werden heute bereits vielfach in Hybrid- und Elektrofahrzeugen eingesetzt. Über Chancen und Risiken von Lithium-Ionen-Batterien diskutierten Experten aus Industrie und Forschung beim 3. Symposium "Test und Qualifizierung für Lithium-Ionen-Batterien". Das Symposium wurde gemeinsam von Vötsch Industrietechnik und Weiss Umwelttechnik in Balingen Anfang Oktober 2011 veranstaltet. Um Sicherheit und Marktfähigkeit von Elektromobilen nachzuweisen, müssen entsprechende Prüfungen durchgeführt werden. Dazu gehören Tests an den Lithium-Ionen-Batterien zur Lebensdauer und Energiedichte sowie Belastungen thermischer und mechanischer Art wie Hitze oder starke Erschütterungen, listete Dr. Johannes Franz von BMW auf. Lebensdaueruntersuchungen an Li-Batterien für automotive Anwendungen hat Dipl.-Ing. Daniel Tittel am IAV in Chemnitz "mit Kammern von Weiss und Vötsch durchgeführt."
Für Tests an Lithium-Ionen-Batteriesystemen in Hybrid- und Elektrofahrzeugen gelten unter anderem die Normen ISO 12405 und ISO 16750, wie Dipl.-Ing. Andreas Schwiete von PHOENIX TESTLAB erläuterte. Danach sind im thermischen Bereich Tests für die Konstanttemperatur, einen Temperaturwechsel, Konstantklima, einen Klimawechsel sowie einen Temperaturschock vorgesehen. Für die Korrosionsschutz-Prüfung sind der Salzsprühnebeltest und der 4-Komponenten-Schadgastest i.d.R. Bestandteil der Produktqualifizierung. Voraussetzung für ein umfassendes Sicherheitskonzept ist die Analytik von Gasen, die eventuell bei Verkehrsunfällen, Missbrauch oder ungewolltem Öffnen von Batterien freigesetzt werden, erinnerte Dr. Pinkwart vom Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT, Pfinztal.
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